Bandscheibenvorfall

Bandscheibenvorfall: Symptome, Ursachen und Behandlung

Plötzlich auftretende Rückenschmerzen können auf einen Bandscheibenvorfall
(auch: Bandscheibenprolaps) hinweisen. Halten die Schmerzen über mehrere Tage
an oder kommen weitere Symptome dazu, ist ein Bandscheibenvorfall
behandlungsbedürftig. Wir zeigen Ihnen, wie Symptome und Ursachen eines
Bandscheibenprolaps aussehen und welche Behandlungsoptionen es gibt.

Was ist ein Bandscheibenvorfall?

Zwischen unseren Wirbelkörpern (Knochen der Wirbelsäule) liegen Bindegewebspolster, die als kleine Stoßdämpfer fungieren: die Bandscheiben. Sie sorgen dafür, dass die Wirbelkörper nicht aufeinander reiben und ermöglichen eine gleichmäßige Druckverteilung. Alle Bandscheiben haben im Inneren einen weichen Gallertkern, der von einem Faserring umgeben wird. Mit zunehmendem Alter allerdings wird der Faserring spröde. Reißt er, kann Gallertmasse nach außen dringen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Bandscheibenprolaps oder Bandscheibenvorfall. Er ist häufig mit plötzlich eintretenden Rückenschmerzen verbunden.

Die meisten Bandscheibenvorfälle (rund 90 Prozent) treten im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) auf. Lediglich 10 Prozent betreffen die Halswirbelsäule (HWS).

Klingen die Beschwerden nach spätestens 3 Tagen nicht ab, sollte Sie den Hausarzt aufsuchen. Bei Lähmungserscheinungen, Empfindungsstörungen und Fieber sollten Betroffene sofort zum Arzt.

Spezifische vs. unspezifische Rückenschmerzen

Der Fachmann unterscheidet zwischen „spezifischen“ und „unspezifischen“
Rückenschmerzen. Unspezifisch sind sie dann, wenn keine eindeutige Ursache für
die Beschwerden gefunden werden kann. Die meisten Arten von Rückenschmerzen
fallen in diese Kategorie. Spezifische Rückenschmerzen dagegen lassen sich auf
eine konkrete Ursache zurückführen – z.B. einen Bandscheibenvorfall.

Typische Symptome eines Bandscheibenvorfalls

Ein Bandscheibenprolaps kann mit einer ganzen Reihe von Symptomen einhergehen. Zu den häufigsten Symptomen eines Bandscheibenvorfalls an der Lendenwirbelsäule gehören:

 

  • Rückenschmerzen, die teils ins Gesäß oder Bein ausstrahlen
  • Kribbeln im Bein
  • Taubheitsgefühle im Bein
  • Muskelschwäche/Kraftverlust
  • Lähmungserscheinungen in Bein oder Fuß (selten)

 

In seltenen Fällen können auch Potenz-, Blasen-/Mastdarmstörungen oder ein Sensibilitätsverlust im Genital- und Gesäßbereich (sogenannte Reithosenanästhesie) auftreten. Das ist immer ein Notfall und bedarf sofortiger Behandlung!

Gut zu wissen: Nicht immer geht ein Bandscheibenvorfall mit Schmerzen einer. Einige Patienten erleiden einen Bandscheibenvorfall, ohne dabei Beschwerden wahrzunehmen.

Mögliche Ursachen im Fokus

Die Ursachen eines Bandscheibenvorfalls sind vielseitig. Nicht selten sind es – neben höherem Alter – mehrere Faktoren, die zusammenspielen. Zum Beispiel:

 

  • mangelnde Bewegung
  • Fehlbelastungen
  • Übergewicht
  • Stress
  • Rauchen
  • schwache Rumpfmuskulatur

 

Zudem gibt es auch eine genetische Komponente. 

Bandscheibenvorfall oder Hexenschuss?

Ein plötzlich auftretender Schmerz im unteren Rücken wird gemeinhin als Hexenschuss bezeichnet. Dahinter steckt in der Regel eine harmlose Muskelverspannung. Ein Bandscheibenvorfall allerdings weist ähnliche Symptome auf, sollte allerdings ernster genommen werden. Halten die Beschwerden für mehr als drei Tage an, ist der Gang zum Hausarzt für eine Diagnose wichtig.

Bandscheibenvorfall behandeln – oft genügt eine konservative Behandlung

Die gute Nachricht: Eine Operation ist bei einem Bandscheibenvorfall selten erforderlich. Häufig genügt eine konservative Behandlung. Ein funktionelles Training, mit dem die tiefe Rückenmuskulatur schonend, aber effektiv trainiert wird, gilt als Goldstandard. In unserer Praxis in Konstanz behandelt Sie der erfahrene Dipl. Physiotherapeut Richard Hageleit auf Basis eines maßgeschneiderten Behandlungsplans.

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