Sie haben in Ihrer Muskulatur eine schmerzhafte Verhärtung ertastet? Dann könnte es sich um einen myofaszialen Triggerpunkt handeln. Oft entstehen die Muskelverhärtungen durch Fehlhaltungen oder zu langem Sitzen – und führen zu heftigen oder akuten Schmerzen, die nicht selten auf andere Körperstellen ausstrahlen. Wir zeigen Ihnen, was es mit der Triggerpunkten auf sich hat, und nehmen Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten in den Blick.
Triggerpunkte sind muskuläre Verhärtungen, die als kleine Knötchen ertastet werden können. Diese schmerzhafte „Verfilzung“ von Muskelfasern können überall am Köper auftreten. Häufig sind Schultern, Nacken und Rücken betroffen. Einige Triggerpunkte verursachen konstante oder wiederkehrende Schmerzen (sog. „aktive Triggerpunkte“) – auch ohne Druckausübung. Andere wiederum schmerzen nur bei Berührung (sog. „latente Triggerpunkte“).
Physiologisch betrachtet sind Triggerpunkte Entzündungsreaktionen, die weitreichende Schmerzen verursachen. Sie machen die Schmerzbahnen im Muskel überempfindlich und ändern obendrein deren Verhalten. Der Effekt: Es werden falsche Schmerzinformationen an das Gehirn gesendet, sodass Schmerzen falsch zugeordnet werden. Oft strahlen die Schmerzen von Triggerpunkten daher weit aus. Ein Beispiel: Eigentlich liegt eine Verspannung der Gesäßmuskulatur vor. Der Schmerz wird aber in der Wade – einem völlig gesunden Areal – lokalisiert.
Typische Symptome von Triggerpunkten sind:
Triggerpunkte, die neben der Wirbelsäule und über den Nervenwurzeln liegen, können sogar Organfunktionen schädigen. Mögliche Folgen sind:
Zusätzlich können Begleitsymptome wie Schwitzen, Ohrensausen und Schwindel auftreten.
Charakteristisch für Triggerpunkte ist außerdem, dass der Schmerz oft nicht am eigentlichen Triggerpunkt, sondern an anderen Stellen im Körper wahrgenommen wird.
Wodurch genau die schmerzhaften Knubbel ausgelöst werden, ist noch nicht hundertprozentig klar. Fakt ist, dass Triggerpunkte durch Verletzungen, Unterkühlung, Gelenkfunktionsstörungen oder eine Überlastung der Muskulatur aktiviert werden. Häufige Ursachen sind:
In der Folge verkürzen sich Muskeln und Sehnen, wodurch die verbundenen Gelenke und Wirbel unnatürlichen Zugkräften ausgesetzt sind. Die dauerhafte Verkrampfung der Muskelpartien verringert deren Blutzufuhr und verstärkt die Blockade noch weiter – ein Teufelskreis.
Die Behandlung von Triggerpunkte gehört zu den Kernleistungen unserer Praxis in Konstanz. Dabei übt der erfahrene Dipl. Physiotherapeut Richard Hageleit einen anhaltenden Druck auf den Triggerpunkt aus, um den Muskel lokal zu dehnen. Zusätzlich bietet sich mitunter eine Eisapplikation und intensive Querfriktionen an. Die Behandlung löst einen als wohltuend empfundenen Schmerz aus (sog. „Wohlweh“) und entwickelt sich zu einem lösenden, entspannenden Wärmegefühl.
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