Vor wenigen Minuten war noch alles gut, ganz plötzlich aber verspüren Sie heftige, dumpfe Schmerzen im unteren Rücken? Hierfür kommen zwar mehrere Ursachen in Betracht. Oft allerdings ist das Iliosakralgelenk (ISG) der Übeltäter. Denn dieses kann schon durch eine falsche Bewegung funktionell beeinträchtigt werden. Wir zeigen Ihnen, was hinter dem sogenannten ISG-Syndrom steckt.
Das Iliosakralgelenk (ISG) verbindet Wirbelsäule (Kreuzbein) und Becken (Darmbein) miteinander und sorgt dafür, dass Kraft zwischen Rumpf und Beinen übertragen werden kann. Dass das Iliosakralgelenk besonders anfällig für Funktionsstörungen ist, hat mehrere Gründe. Zum einen muss es als Verbindungsstelle zwischen Wirbelsäule und Beinen permanent enorme Kräfte tragen. Zum anderen ist das ISG nur minimal (wenige Grad) beweglich. Schon ein einfacher Fehltritt auf einer Treppe kann daher bereits zu einer Blockade führen. Hinzu kommt, dass das ISG von Muskeln und Bändern umgeben wird. Kommt es hier zu Verspannungen oder muskulären Dysbalancen, hat das Folgen für das Iliosakralgelenk.
Schmerzen und Funktionsstörungen im Iliosakralgelenk werden als ISG-Syndrom oder ISG-Blockade bezeichnet. Und im Gegensatz zu manch anderen Arten von Rückenschmerzen sind sie keine Frage des Alters, sondern können jeden treffen. Selbst junge, sportliche Menschen.
Trotzdem gibt es eine Reihe von vorbeugenden Maßnahmen, die Sie treffen können:
Die Ursachen für ein ISG-Syndrom sind vielseitig. Während bei jungen Personen das Gelenk meist blockiert ist, bereitet bei älteren Patienten oft Verschleiß Probleme. Typische Ursachen sind:
Gerade im Alter ist auch eine Arthrose häufig Ursache eines ISG-Syndroms.
Auffälligstes Symptom einer ISG-Blockade ist ein tiefsitzender, heftiger Schmerz seitlich im unteren Rücken – oft nur auf einer Seite. Meist bereitet vor allem Gehen, langes Stehen oder Treppensteigen Schmerzen. Auch ein Ausstrahlen des Schmerzes in Leiste, Hüfte und Oberschenkel kommt häufig vor.
Für Laien ist das ISG-Syndrom allerdings meist nicht von anderen Ursachen zu unterscheiden. Verwechslungsgefahr besteht insbesondere mit Ischiasschmerzen oder einem Bandscheibenvorfall. Entsprechende Symptome sollten daher immer ärztlich abgeklärt werden.
Die gute Nachricht: Ein ISG-Syndrom ist zwar schmerzhaft, aber meist harmlos. Beschwerden, die über längere Zeit anhalten, können mit Übungen und Physiotherapie in der Regel innerhalb von Tagen oder wenigen Wochen behandelt werden.
In unserer Praxis behandeln wir regelmäßig Patienten mit ISG-Blockade. Dabei entwirft der erfahrene Dipl. Physiotherapeut Richard Hageleit einen speziell auf Sie zugeschnittenen Behandlungsplan, dank dem Ihre Rückenschmerzen schnell der Vergangenheit angehören.
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